AHA-Berlin e.V.


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QueerGalerie – Kunst in der AHA

Die Galerie in der AHA

Zum 42 Geburtstag hat sich die AHA selbst mit Galerieschienen für unseren Caféraum beschenkt. Ab sofort stehen unsere Wandflächen somit Kunstschaffenden aus der queeren Szene und darüber hinaus zur Verfügung. Wir bieten eine kostenlose Möglichkeit eure Kunst an das Publikum zu bringen. Wir verstehen uns als eine Plattform für alle Künstler der queeren Subkultur und unsere QueerGalerie ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.

Es können je nach Format ca. 10 bis 20 Bilder ausgestellt werden. Zu sehen sind die ausgestellten Bilder bei so gut wie allen öffentlichen Veranstaltungen der AHA.

Aktuelle Ausstellungen

Bereits beendete Ausstellungen

Montag, 1. Mai 2017 – Freitag, 30. Juni 2017

Verletzliche Männer in der Kunst

Fotografien von Jaap de Jonge

Jaap de Jonge fotografiert Männer. Ausgangspunkt ist immer jene Verletzlichkeit und die Einsamkeit, die des Öfteren daraus folgt. Dabei lässt er die ganze Palette an Gefühlen an den Zuschauern vorbeiziehen.

Von jeher werden Männer in der Kunst als robust und stark abgebildet. Männliche Kraft und Schönheit galten lange als Ideal für die Menschheit. Starke Männer wurden sehr oft als Beschützer von Frauen dargestellt.
Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts wurden Männer immer häufiger »so wie sie sind« gezeigt, ohne die ehemalige zurückliegende Bedeutung. Meistens wegen ihrer natürlichen Schönheit, wie zum Beispiel im Werk des deutschen Fotografen von Gloeden.
Im 20. Jahrhundert sehen wir dann auch die andere Seite – eine rohe, nackte Wirklichkeit, u.a. in den Werken von Lucian Freud oder Francis Bacon.

Männerkunst wird oft mit Homosexualität assoziiert. Das ist im Werk von Jaap de Jonge nicht immer der Fall. Seine Männer werden meistens ohne sexuelle Absicht fotografiert. Ihm ist das innere Leben der Männer wichtig. Männer, die sich in ihrer Verletzlichkeit zeigen und sich trauen, diese mit anderen Männern zu teilen.
In einem Zeitalter in dem Frauen immer mehr Einfluss und Macht bekommen – der Mann wird im Grunde genommen nicht einmal mehr als Partner benötigt um Kinder zu zeugen – wird er immer mehr mit sich selbst konfrontiert. Er muss sich selbst neu entdecken und kann immer weniger auf alte Rollenmuster zurückgreifen. Das macht ihn verletzlich, verwundbar.
Darüber hinaus verweist Jaap de Jonge in seinen Bildern auf die eigene Jugend. Das verletzliche Kind, das immer an der Seitenlinie steht und Angst hat, abgewiesen zu werden.

Jaap de Jonge studierte Holländisch und Literature an der Rijksuniversiteit Groningen (Niederlande). Als Fotograf ist er Autodidakt, der seit 2005 im Bereicht der künstlerischen Fotografie aktiv ist. Er lebt und arbeitet Anloo, einem kleinen Ort im Norden der Niederlande.

Website von Jaap de Jonge

2017-01-17 22:39 2017-03-31 23:30
Sonntag, 5. März 2017 – Sonntag, 30. April 2017

Abstrakte Gemälde von Emanuel Ohlendorf

Eine Austellung von März bis April

Emanuel fing an sich 1990, nach einem schweren Unfall in London, im Prozess der langen schmerzvollen Rückkehr ins leben mit dem Malen und mit der »Kunst« auseinander zu setzen.
Im verlauf seiner Rückkehr ins Leben, trat auch die Sexualität wieder erneut in sein Leben ein. Er erlebte das wie eine 2. Pubertät und muss sich im Verlauf dieser Phase mit dem HI-Virus infiziert haben. Er wurde in Januar 2008 nach einem septischen Schock HIV positiv diagnostiziert.

Wieder erwies sich die Auseinandersetzung mit Malerei und Kunst als Rettung für ihn.
Im zuge seiner Genesung begann er 1994 in London am Dulwich Colllege mit einem Kunststudium und arbeitet seit dem autodidaktisch als freier Maler.

Emanuel lebte seit 1982 in London und ging 1998 nach Alicante. Im october 2007 kehrte er nach Deutschland zurück und lebt seit Dezember 2009 in Berlin.
Die möglichkeit zur Teilnahme an den Mal - und Keramikgruppen bei der »zik - gGmbh« sieht er als weiteren wichtigen Schritt für seine künstlerische Sntwicklung auch im Sinne einer Rehabilitation, die bis heute noch im Verlauf ist.

Emanuel hatte bisher verschiedene Einzel- und Gruppenausstellungen: 1992 in Braunschweig, 1994 und 1995 in London, 2004 in Beniel (Spanien), 2010 Teilnahme am VIII. Konrad-Lutz-Preis, 2012 im Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum Berlin, 2011 und 2012 Teilnahme an verschiedenen Ausstellungen in der Orangerie des zik Berlin

Midissage zur Ausstellung am 2. April 2017 ab 16 Uhr

Zu sehen bei allen öffentlichen Terminen der AHA. Eintritt frei.

2017-03-07 23:02 2017-03-31 22:44
Mittwoch, 1. Februar 2017 – Dienstag, 28. Februar 2017

TGIF präsentiert: Teddy-Plakate

Passend zur Berlinale präsentiert TGIF Plakate aus vergangenen Teddy-Jahren.

2017-01-17 22:33 2017-01-17 22:34
Samstag, 1. Oktober 2016 – Samstag, 7. Januar 2017

Wilfried Laule: Gay Sensations

Eine Ausstellung mit Männerbildern von Wilfried Laule

Wilfried Laule lebt und arbeitet als freier Künstler in Berlin, geboren wurde er 1945 in Eigeltingen/Konstanz am Bodensee. Er studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und an der Hochschule der Bildenden Künste Berlin, Meisterschüler bei Prof. Thieler.
Seine Arbeiten waren bereits in zahlreichen Ausstellungen u. a. in Berlin, Braunschweig, Hamburg, München, Nijmegen (Niederlande), Paris und Warschauzu sehen. Er ist ein Gründungsmitglied der Schwulenbewegung (HAW) in Berlin.

Seine Bilder zeigen existentielle Erfahrungen mit dem Mensch- Mann-sein in einer Großstadt, die Gefühlslage vor und nach dem Mauerfall in Berlin, sie vermitteln auch das zunehmend erlangte Selbstbewusstsein während eines offen schwulen Lebens. Ich male großformatige Bilder in Acryl auf Nessel, Mittel und Kleinformate auf Karton und Papier in unterschiedlichen Techniken. Gelegentlich produziere ich auch Kleinplastiken in Holz oder Keramik, Druckgrafiken oder ich erstelle freie Grafik am Computer. Sein Medium ist die Sinnlichkeit der Linie und die Emotionalität der Farbe; Farbe ist Lust.

In der AHA stellt er von Oktober 2016 bis Januar 2017 seine schwulen (Männer-)Bilder aus. Zu sehen sind Arbeiten in verschiedenen Medien und Formaten. Sie sind auch als Drucke bzw. teilweise im Original käuflich zu erwerben.

Wilfried Laule präsentiert seine Werke persönlich am 20. November bei einer Midissage in der AHA.

Mehr Informationen findest Du auf der Webseite von Wilfried Laule.

Zu sehen bei allen öffentlichen Terminen der AHA. Eintritt frei.

2016-10-09 22:01 2016-11-13 17:17
Sonntag, 10. Juli 2016 – Mittwoch, 31. August 2016

There Are Vulvae Everywhere If You Choose To See Them

Eine Ausstellung von Ann Antidote und Lun Ario

Die Künstler*innen Ann Antidote und Lun Ário haben vulvaförmige Seil-Skulpturen im öffentlichen Raum installiert und fotografiert. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl der besten Fotos.

Ihre Seilvulven stellen Sexualität, Körper, Genitalien dar, sind archaisch und obwohl Spezialisten wie auch Laien schon verschiedene sehr konsequente Begründungen (und wahrscheinlich mehr als nur ein paar irrationale) gefunden haben, sie zu knüpfen, bewahren sie um sich herum eine Aura schierer erotischer Impulsivität und Irrationalität.
Vulven als Graffiti in Opposition (oder als Ergänzung?) zu den sehr viel häufigeren Darstellungen von Penissen sind nichts Neues, weder im Altertum noch in in der jüngerer Vergangenheit, und dies wurde aufgegriffen und weiter verbreitet.

Da Ann Antidote und Lun Ário Bondage mit Seilen als Ausdrucksform sehr vertraut ist, wurde es der offensichtliche Weg um dies zu tun. Seilbondage ist schon lange eine formidable Form erotischen Ausdrucks, wenn nicht gar eine Art Archetyp für Erotizismus jenseits des Mainstreams. Die beiden Künstler nutzen Seilbondage – emanzipiert von aber ohne Reue für die Verbindung zum BDSM – um den Aufmerksamkeit erregenden Teil des Körpers zu erforschen und ihn mit der Landschaft interagieren zu lassen, prüfen die Reaktionen der Passanten und untersuchen ihre eigenen Reaktionen darauf.

Die Seilvulven sind in diesem Augenblick an vielen bekannten und unbekannten Orten in Lissabon, Berlin und anderen Städten installiert.

Über die Künstler:

Ann Antidote ist Autodidakt und DIY-Künstlerin. Sie beschäftigt sich im Bereich Bondage, Film, Installtion und Performance Art. Sie hat die meisten dieser Projekte als Vollzeitprojekt unter den schützenden und vereinenden Schirm » The Strange Life of the Savages« zusammengefasst. Sie setzt sich für die Förderung von polyamoren, queeren und sex-positiven Lebensstilen als Respekt verdienenden Alternativen ein.

Lun Ário ist ein queerer sex-positiver DIY Performancekünstler mit Mittelpunkt in Berlin. Lun Ário macht burlesque Performances, dreht Filme und unterrichtet Shibari, seit er 2009 nach Berlin gezogen ist. Lun hat sich einer low-budget DIY Ästhetik verschrieben.

Mehr Informationen: www.strangesavagelives.net

Zu sehen bei allen öffentlichen Terminen der AHA. Eintritt frei.

2016-07-18 23:23 2016-08-19 11:33
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Tel: (030) 8962 7948
Seite: QueerGalerie
Seite erstellt: 2016-07-18 23:33
Letzte Änderung: 2017-03-08 00:06