Joan Sinclair - Geisterjägerin Die Ahnengalerie
Dramatis Personae
Freundinnen
Joan Sinclair

Joan Sinclair (53, Vera Titanic), eine studierte Ökotrophologin und mit Alkoholproblemen und Leibesfülle hadernde Ermittlerin von Scotland Yard hatte eine besondere Gabe: Sie war von wem auch immer dazu ausersehen, die Welt von den Monstern der Unterwelt zu befreien.
Zusammen mit ihrer tarifvertraglich zugewiesenen grenzdebilen asiatischen Assistentin Suka und der englischen Journalistin Billie Connolly bekämpft sie seit Folge 1 an wechselnden Dampf- und Geheimnisumwaberten Orten die Mächte der Finsternis. Vielen Feindinnen des Guten standen den Geisterjägerinnen eine Fülle von diversen Waffen zur Verfügung. Als besondere Fähigkeiten stehen der von den Dämonninen auch »Tochter des Lichts« genannten Sinclair noch ihre Schmink- und Trinkkunst zur Verfügung. Doch es steht zu befürchten, dass die Hölle noch viele Anschläge auf die Welt vorbereiten wird.

Billie Connolly

Billie Connolly (gefühlte 71 Jahre, Margot Schlönzke), geschiedene Schlachtersgattin aus Yorck stand Zeit ihres Lebens irgendwie immer auf der falschen Seite: Aus Angst vor einer drohenden Niederlage ihrer englischen Heimat floh sie im November 1944 ins Deutsche Reich, stürzte sich in Brommberg, bei Brinnstädten an der Brühl, in eine kurze und erfolglose Karriere beim Bund Deutscher Mädel (17. April – 2. Mai '45) und wurde schließlich im August '45 als vermeintlich »Deutsches Mädel« und Geliebte von General Andrews wieder nach England gebracht. Dort brach sie nach mehreren Anläufen 1953 ihre Ausbildung zur Farb- und Stilberaterin erfolglos ab und stürzte sich aus Verzweiflung in übermäßigen Cola-Konsum.
1958 wurde sie im Zuge des Sozialprogrammes Integration der suchtkranken Frau in die Arbeitswelt vom Britischen Geheimdienst MIB aufgenommen. Von 1964 an arbeitete sie für den MIB als NVA-Offizierin getarnt in der DDR. Als sie im Zuge ihres 25jährigen Dienstjubiläums bei der NAV und den damit verbundenen Feierlichkeiten in den obersten Rängen der NVA ihren dortigen Vorgesetzten zwar ihre wahre Identität aber zugleich ihren Wechsel zur StaSi bekannt gab, herrschte Euphorie im Politbüro!
Bedauerlicher Weise brach aber noch am gleichen Abend die Berliner Mauer in sich zusammen und mit ihr auch das Nervenkostüm Billie Connollys. 4 Wochen Klinikaufenthalt zur Stabilisierung ihrer Psyche und ein anschließender 7jähriger Club Cola-Entzug folgten. Während dieser Zeit gründete sie die Krankenhauszeitung »Zur Kasse Schätzchen«.
Seit ihrer Entlassung arbeitet sie weiterhin ehrenamtlich für diese Klinikzeitung und fand aufgrund einer für diese Zeitung zum Abdruck bestimmten Stellenanzeige, die Billie kurzerhand zwecks Konkurrenzausschluss nicht abdrucken lies, einen Job als Geisterjägerin bei Scottland Yard, für den sich nur eine Person bewarb...

Suka Sorglos

Suka Sorglos (Vechta Varblos) wurde 1932 als Shu-Ka Chang Shu Xi in Shanghai geboren. Im Anschluss an ein mehrjähriges Qui-Gong-Studium trat sie der kommunistischen Untergrundbewegung bei. Nach der chinesischen Kulturrevolution wechselte Suka zum Geheimdienst der jungen Volksrepublik. Als Austauschchiffristin wurde sie dann, auf der Höhe des Kalten Krieges, für 18 Monate nach Sibierien versetzt.
Dort wird sie jedoch zu medizinischen Experimenten abkommandiert und statt dessen für 18 Jahre in eine Kälteschlafkapsel gesperrt. Durch das so erlittene psychologisches Trauma sind bei ihr seither Angstzustände immer mit einem intensivem Kältegefühl verbunden. Nach einer längeren Rekonvaleszenz wird Suka dann in die DDR versetzt, wo sie ihren deutschen Namen erhält und als Chauffeur für die als NVA Offizierin getarnte Billie Connolly arbeitet.
Da Suka seit 1949 kein einziger Haushaltstag zuerkannt wurde, entscheidet sie sich schließlich Ende der 80er Jahre dazu, in den Westen zu fliehen. Bei dem Versuch, mit einem Amphibien-Trabant der NVA über die Ostsee nach Kiel zu entkommen, unterläuft ihr ein winziger Navigationsfehler. Kurz darauf greift der Britische Geheimdienst MIB das Fahrzeug und die verwirrte Steuerfrau in der Londoner Themse auf.
Noch am gleichen Tag wird Suka vom MIB als Assistentin für Joan Sinclair eingestellt, das sie vor dem Verhör versehentlich ins falsche Wartezimmer gesetzt wurde.

Susuka Sorglos

In der Folge »In den Horror-Katakomben von Tuntenhausen« tauchte die Mutter der grenzdebilen asiatischen Assistentin Suka plötzlich auf und kam überraschend von hinten: Susuka Sorglos (Roswitha Reinhardt), gefühlte 252 Jahre alt, suchte in dieser Folge ihre entführte Tochter. Die Ähnlichkeit mit ihrer Tochter in Figur, Frisur und nicht vorhandener Sprachgewandtheit verblüffte Joan Sinclair und Billie Connolly.
Erstaunt nahmen sie zur Kenntnis, dass expressionistisches Bühnengebaren eine Generation überspringt, denn im Gegensatz zu Suka tanzt Susuka jedes Lied so ausdrucksstark, dass auch Taubstumme vom Inhalt des Liedes informiert werden. In unregelmäßigen Abständen wird sich auch in Zukunft Susuka vom ordnungsgemäßen Zustand ihrer einzigen Nachfahrin überzeugen.

Theresa de Lorca

Die Zwillingsschwester der bösen Damona de Lorca, die zarte Theresa (Lisbeth Prölls) hatte aber auch wirklich Pech. Nicht nur, dass ihr Nähzeug bereits wieder erschöpft war, entpuppte sich ihre Schwester auch noch als wahnsinnige kettenrauchende Dämonin. Da Theresa keine Asthmatikerin und darüber hinaus auch relativ entscheidungsschwach war, blieb sie vorerst zu Hause wohnen und war ihrer Schwester behilflich - ihren Grundschulabschluss hatte sie schließlich mit der geringst möglichen Punktzahl erreicht und war nun, mit 18 Jahren, endgültig aus der sechsten Klasse ausgeschult worden.
Einen Ausbildungsplatz bekam sie mit diesem Abschluss jedenfalls nicht. Nach den schlimmen Erlebnissen wurde sie aber von den Geisterjägerinnen in die Obhut einer überbetrieblichen Ausbildung gegeben. Deshalb begegneten die Geisterjägerinnen ihr in »Mandragoras Rache« auf der Blumeninsel Mainau wieder. Dort hatte sie einen Ausbildungsplatz als Restaurantfachfrau im Gartenpavillon der BarbieBar ergattert und bediente die Gästinnen relativ gut. Da sie sich aber als sehr wechselhaft erwies, wird sie vermutlich in der Zukunft an anderen Orten wieder anzutreffen sein.

Herculeuse Poirette

Der flämischen Detektivin Herculeuse Poirette (Kaey Tering) begegneten unsere Geisterjägerinnen auf ihrem Weg im Orient-Express von Istanbul nach Calais in der Folge »Totenchor der Tunten.«
In diesem Luxuszug des Grauens mussten die Geisterjägerinnen sowohl die mitreisenden singenden Tunten vernichten, als auch das endlose Geschwafel der Detektivin über den geheimnisvollen Mord in Wagen 14 ertragen. Dennoch erwies sich die stets hungrige geniale Detektivin als bedeutende Hilfe - sie nahm alle Monster-Tunten in vorübergehendes Gewahrsam ... in das Untersuchungsgefängnis von Sarajevo!
Niemand ist je aus diesem Karzer zurückgekehrt, so dass die Welt gerettet war. Suka meinte in ihr Asmodina, die Teufelstochter erkannt zu haben, aber Suka ist ja auch grenzdebil...

Die Schulleiterin

Die namenlose Schulleiterin (Kora van Tastisch) des Mädchenpensionates »Zur flotten Lotte« im beschaulichen St. Marymead konnte in »Das Leichenhaus der Lady Lisbeth« ihrem Morgenritual nicht mehr nachgehen: Rauchen, ein (oder zwei) Glas Sekt für den Kreislauf zu trinken und dem neuen Gärtnerazubi in den Schritt zu schauen respektive zu fassen - denn das Grauen hatte zugeschlagen!
Lady Lisbeth hatte drei der verwöhnten dusseligen Internatsmädchen (Britney, Chiara und Paris) mit ihrem Vampirkuss zu sich geholt und die fehlenden Einnahmen ließen die Sektquelle versiegen. In ihrer Not wandte sie sich an das Geisterjägerinnenteam ... schnell fanden sich beide Seiten sympathisch, da sie sich in ihrem mutigen und heroischen Kampf um die Verringerung der Schaumweinvorräte der Welt doch so ähnelten! Daher war die Trauer auch groß, als die Schulleiterin im finalen Kampf gegen Lady Lisbeth deren Sangeskunst erlag und mit einem Herzinfarkt zu Boden sank!
Da sie allerdings vor kurzem eine private Krankenversicherung abgeschlossen hatte, die es gratis zum XXXL-SuperPowerDingDong-Menü bei BurgerQueen gab, wurde sie wieder ins Leben zurückgeholt und wird dem Geisterjägerinnenteam in der Folge »Blutiger Halloween« wieder begegnen...

Feindinnen
Asmodina

Die Tochter des Teufels trachtet den Geisterjägerinnen seit Anbeginn nach dem Leben. Asmodina (Kaey Tering), diese schrecklichste aller Töcher des Satans hatte damals die Hölle der DDR zu betreuen, denn mit der Teilung Deutschlands wurde ordnungsgemäß auch die Hölle geteilt. Allerdings waren die Versorgungsschwierigkeiten auch hier gewaltig, oder um es mit Asmodinas Worten zu sagen: »Wir hatten ja nüscht - nicht ´mal Männer!«
Als die Eingaben wegen mangelnder Wärme sowie der Nichterfüllung des Solls an Peinigungen ihr über den Kopf wuchsen, veranlasste sie den Zusammenschluss beider Höllen und setzte sich vorübergehend nach Chile in die Colonia Dignidad ab. Aus Langeweile strebte sie das Amt der Managerin eines Knabenchors an - laut eigenem Bekunden »auch eine Art von Hölle.«
Nach der Lektüre des Necronomicons erwachten ihre Weltherrschaftsgelüste wieder (eigentlich war es das Klimakterium, aber das wusste sie nicht). Nachdem die Geisterjägerinnen auf dem Brocken/Harz in der Folge »Travestie aus der Hölle« Asmodinas Pläne, die Weltherrschaft mit Hilfe des in Travestie-Monster verwandelten Knabenchors zu erringen, vereitelten, trieb sie sich in den Dimensionen des Schreckens umher, um ab und zu mit schlimmen Liedern wieder aufzutauchen.

Damona de Lorca

Damona de Lorca (Kora van Tastisch), die Oberste des Damona-Ordens war eine besonders schwere Gegnerin. Sie hatte in der Folge »Damona - Dienerin des Satans« einen weiblichen Orden gegründet, deren Anhängerinnen alle Männer umbringen mussten, die mit ihnen in Kontakt kamen. Billie Connolly nutzte das gleich aus, um sich unliebsame Herrenbekanntschaften vom Halse zu schaffen.
Da eine Hauptforderung des Ordens neben der Weltherrschaft auch die totale Freigabe von Schaumwein war, diskutierten die Geisterjägerinnen lange, ob eine Vernichtung wirklich sinnvoll sei. Damona rauchte währenddessen Kette, und baute ihre Macht stetig aus. Da sie ihre Forderungen medienwirksam in Form einer PowerPoint-Präsentation zusammenfasste, konnte sie immer mehr Frauen begeistern. Am Ende wurde ihr aber das Machtstreben zum Verhängnis, und sie wurde zusammen mit ihrer bösen Mutter Lydell de Lorca (Donna 90210) in grüne Nebelschwaden gehüllt in die Hölle gesogen.

Lady Lisbeth

Die im 17. Jahrhundert wegen ihrer Herumschnackselei lebendig eingemauerte adelige Dame Lady Lisbeth Laduga (Lisbeth Prölls) wurde durch minderwertiges Schminkzeug zum Leben erweckt und holte mit dem Vampirkuss zahlreiche Internatstussen zu sich - unter ihnen die C-Prominenten Britney, Paris und Chiara. In der Folge »Das Leichenhaus der Lady Lisbeth« mussten die Geisterjägerinnen, unterstützt von der Schulleiterin, mehrere schlimme Auftritte über sich ergehen lassen. Die Schulleiterin begab wegen der überragenden und mitreißenden Sangeskunst des Lady Lisbeth und ihrer Lisbet-Dancerettes auf den Weg über den Styx in die Welt des Vergessens.
Lady Lisbeth erwies sich wirklich als eine besonders grauslige Gegnerin, denn ihre durch jahrhundertelanges Herummodern besonders schlanke Figur erregte immer wieder den Neid unserer Moppelchen. Schließlich konnte sie aber doch vernichtet werden.

Mme. Yvonne Rocher

Die überaus gutaussehende 25jährige Yvonne Dinkelkissen (Mrs. Gaby Tupper) hatte nach ihrer kurzen Karriere als Stripperin den vermögenden französischen Parföng-und Schokokugel-Fabrikanten Rocher geehelicht, der bald darauf verstarb ... doch die Ehe wurde von der ersten, der zweiten, der dritten und der fünften Ehefrau angefochten! Um einem langen Prozess zu entgehen, fand sich Mme Rocher, wie sie nun ja hieß, mit einem Schloss in Trannsylvanien ab. Dort eröffnete sie kurz vor Beginn der Folge »Schreie aus der Tuntengruft« eine Fettabsaugeklinik und holte mit ihren Dumpingpreisen zahlreiche Kassenpatientinnen zu sich, da eine einwöchige »Kur« mit Vollpension bei ihr nur 25,- Euro kostete! Ihr Geheimnis war, dass sie das abgesaugte Fett als Schönheitscremé verkaufte und damit tüten- ach tonnenweise Geld einsackte.
Doch als die Geisterjägerinnen in ihrem Institut das eine oder andere Gramm absaugen lassen wollten, kam dem Geldstreben der Mme. Rocher deren Schusseligkeit dazwischen: Das abgesaugte Fett wurde nicht in die Küche, sondern in die Tuntengruft umgeleitet. Dort erwachten die seit Jahrhunderten eingetupperten Tunten aufgrund des hohen Nährwertgehaltes sofort zum Leben und gingen iher grausligsten Tätigkeit nach: Vollplaybacks auf der Bühne.
Doch zum Glück hatten die nun superschlanken Geisterjägerinnen ihre Geheimwaffen zur Hand und konnten die Monster vernichten ... die beginnende Freundschaft zu Mme. Rocher wurde allerdings getrübt, da die Geisterjägerinnen »vergaßen« die Minibar-Rechnung zu begleichen.

Gräfin Dracula-Barthony

Die schöne und schlanke Gräfin Dracula-Barthony (Gitti Reinhardt), eine große Anhängerin des englischen Weingummi, verreckte ausgerechnet an den von ihr nicht so beliebten Lakritzschecken, während sie in schredderigen Groschenromanen von J. Dark blätterte.Mit dem Altpapier und einem Selfmade-Fluch von Seite 5 wurde sie dann in der Abtei von Sheldon Castle ausgelagert, da sie dort gerade an einer Hexenverbrennung teilnahm.
Erst als 200 Jahre später eine neugierige Drogeriefachverkäuferin in ihren Mund blutete -weil der Ablaufplan es so vorgab-, erwachte die nun noch schlankere Gräfin zu neuem Leben. Leider war sie mit den Gruselheften so gut zusammen kompostiert worden, dass sie ständig in die Zweitidentität der Gräfin Dracula rutschte, Gummibärchen fortan die nackte Schulter und allen anderen ein kompaktes Messer zeigte. Ihr jetziger Sinn war es, Damenwäscheträgern abzuschlachten, und diese mit einem Strohhalm auszusaugen. Derartiges Meucheln kam der amtierenden Lady Sheldon (Roswitha Reinhardt) gerade recht. Zusammen wollten sie nun die Weltherrschaft an sich reißen.

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