Die AHA kann vorläufig an ihrem Standort in der Monumentenstraße 13 verbleiben. Verhandlungen mit der Vermietergesellschaft der derzeitigen Vereinsräume haben zu einer Einigung geführt, die einen Weiterbetrieb in Schöneberg mindestens bis in das kommende Jahr gestattet. Dennoch bleibt die Raumsituation der AHA prekär, die Suche nach neuen Räumlichkeiten wird fortgesetzt. Im Frühjahr hatte die AHA eine Änderungskündigung zu Ende Oktober erhalten.

Die AHA-Berlin e.V., Plattform für queere Subkultur, einer der ältesten queeren Vereine in Deutschland, muss im 51. Jahr ihres Bestehens ein neues Zuhause finden.

Nachdem die Vermieterin den Mietvertrag der AHA zum Ende Oktober dieses Jahres gekündigt hatte, um einen deutlich erhöhten Mietzins zu erzielen, war die Fortsetzung des Mietverhältnisses und damit die weitere Arbeit der AHA in der Monumentenstraße fraglich geworden. Nach intensiven Verhandlungen wurde eine Verfahrensweise gefunden, die einen Auszug der AHA vorerst abwendet: Die AHA kann bis mindestens Juli 2026 gesichert den Betrieb in Schöneberg fortsetzen.
Über Details der Einigung wurde vertraglich Stillschweigen vereinbart.

Dennoch bleibt der Beschluss der Mitgliederversammlung aufrechterhalten, die Räume in der Monumentenstraße 13 grundsätzlich zu verlassen und die Energien des Vereins darauf zu richten, einen neuen Ort für die vielfältigen Angebote des Vereins zu finden.

Raumsuche

Der Fokus liegt dabei auf Räumen möglichst innerhalb des S-Bahn-Rings, die eine langfristige Perspektive und eine möglichst stabile Miete ermöglichen. Zugleich prüft der Verein Möglichkeiten, eigene Räumlichkeiten für eine sichere Zukunft seiner Aktivitäten allein oder gemeinsam mit anderen queeren Akteuren zu erwerben. Hierbei ist jede Form der Unterstützung sehr willkommen, insbesondere Hinweise auf geeignete Räume, Beratung und praktische Hilfen beim möglichen Eigentumserwerb und Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit des Vereins zu dieser Thematik.

Die AHA möchte unbedingt vermeiden, erneut »on the road« (also ohne eigene Räume und nur als Gast bei anderen queeren Projekten und Orten) agieren zu müssen, wie dies nach der Krise von 2008 bis 2010 der Fall war.

Auskunft zu genauen Anforderungen an neue Räume gibt der Vorstand (vorstand@aha-berlin.de). Unterstützungsangebote und Ideen bitten wir ebenfalls an diese Adresse zu richten.

Das suchen wir:

  • Gewerberäume kurzfristig bezugsfrei.
  • Nutzfläche ab 140–150 m², davon ein möglichst zusammenhängender Gastraum mit ca. ≥ 70 m² und ein Gruppenraum mit ca. 30 m². Für Bühne und Zuschauerbereich sollte eine freie und zusammenhängende Fläche von mindestens ca. 10 × 5 m mit einer Raumhöhe ≥ 3 m vorhanden sein. Zusätzliche Keller- oder Lagerräume sollten es ebenfalls geben.
  • Eine bereits vorhandene Konzession für Betrieb einer Gaststätte ist vorteilhaft. (Schankwirtschaft)
  • Lage bestenfalls innerhalb oder Nahe des S-Bahnrings mit guter Anbindung an den ÖPNV.

Wünschenswert und bei der Gestaltung unserer Angebote hilfreich wären:

  • Terrasse oder anderer zugehöriger Außenbereich.
  • Schalldämmung in den Räumen.
  • barrierearm oder barrierefrei.
  • sozial ausgerichteter Eigentümer bzw. Vermieter.

Die AHA ist Mitglied im Verband Soziokultureller Zentren. Die Bezirksverordnetenversammlungen von Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain-Kreuzberg haben sich offiziell zur Unterstützung und für den Erhalt unseres Vereins bekannt.