Dienstag, 23. Juli 2019 16:30–17:30

30 Jahre »Rosa Winkel« am Nollendorfplatz

Feier-, Mahn- und Gedenkstunde

Seit 30 Jahren hängt am U-Bahnhof Nollendorfplatz eine Gedenktafel für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen – damals das erste Gedenken an homosexuelle NS-Opfer im Öffentlichen Raum.

Die Gedenktafel wurde am 24. Juni 1989 am U-Bahnhof Nollendorfplatz, initiiert von der AHA (Allgemeine Homosexuelle Arbeitsgemeinschaft e. V.) sowie der HuK Berlin (Homosexualität und Kirche), enthüllt: eine dreieckige Tafel aus rotem Granit, in Erinnerung an den »Rosa Winkel«, mit dem die Nationalsozialisten homosexuelle Männer in den KZs kennzeichneten, mit dem Text:

TOTGESCHLAGEN – TOTGESCHWIEGEN
DEN HOMOSEXUELLEN OPFERN DES NATIONALSOZIALISMUS

4 Jahre später, am 10. November 1993 enthüllt, wurde die Gedenktafel ergänzt um eine Bronzetafel mit einer geschichtlichen Erläuterung des »Rosa Winkel«.

Einen Monat nach dem eigentlichen Jubiläumstag, mitten in der Berliner Pride Week, am Dienstag, dem 23. Juli 2019, von 16:30 bis 17:30 Uhr lädt die AHA-Berlin e. V., initiiert und organisiert durch Gaby Tupper, zur Feier-, Mahn- und Gedenkstunde. Seit letztem Jahr sind die Urteile nach § 175 aufgehoben, Opfer rehabilitiert und es werden Entschädigungen gezahlt. Das ist nur ein Grund zu feiern. Gerade in Zeiten des wieder lauter werdenden Rechtsradikalismus ist der Rosa Winkel Mahnung für Toleranz, Offenheit und Vielfalt, für Regenbogen-bunt gegen Braun-Blau! Und nicht nur den Opfern des Nationalsozialismus oder des Unrechtsparagraphen 175 gilt es zu gedenken, sondern allen queeren Menschen weltweit, die diskriminiert, verfolgt, gejagt werden.

Nach einem musikalischen Auftakt durch Gaby Tupper wird es neben Cathérine für den Vorstand der AHA kurze Reden geben von

Ebenfalls eingeladen sind die Berliner Verkehrs Betriebe, die nicht nur den Raum für das Mahnmal gibt sondern auch nach leider mehrfach erfolgter Beschmierung eine schnelle Reinigung veranlassten und die Reinigungskosten trägt.

Unterstützt und begleitet wird die Veranstaltung durch den Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz e. V., die einmal mehr die verinnerlichte Schuld tilgen und omniverselle Freude verbreiten, letzteres besonders durch Sammeln von Spenden zugunsten von BISS e. V.

Daher bitten wir darum, auf Blumengestecke, Kränze oder Sträuße zu verzichten! Spenden sie dieses Geld lieber in die Spendendosen des O.S.P.I. Sie können ihre Spende auch gerne überweisen auf das Spendenkonto

BISS - Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren e. V.
Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE76 3702 0500 0001 4332 00
BIC: BFSWDE33XXX

2019-07-13 12:05  2019-07-13 12:13