Freitag, 7. Februar 2020 20:00–23:00

TGIF: Trash Goddess in Film

Gaby Tupper präsentiert que(e)re Filme

TGIF – Trash Goddess in Film ist mehr als nur ein Filmabend. Die von Gaby Tupper ins Leben gerufene monatliche Reihe mit que(e)ren Filmen und cineastischem Entertainment bietet selten oder nie gezeigte queere, manchmal trashige Filme (von Doku über Horror oder Komödie bis Porno), Talk mit Filmschaffenden und Szene-Prominenz, Show-Beiträge und Popcorn für alle.

Perlen des Trash, wichtige Tunten-Filme oder einfach nur schräges Entertainement von DVD auf Großleinwand – que(e)re Filme und cineastisches Entertainment, präsentiert von Gaby Tupper & Cathérine.

Vor 5 Jahren, am 8. Februar 2015, hatte der Film »Dyke Hard« auf der Berlinale seine Deutschland-Premiere. Zwei Tage zuvor kam das Team-Kollektiv des Films in Berlin an, sind vom Flughafen nur kurz ins Hotel, um ihr Gepäck abzustellen, und sind mit dem gleichen Taxi weiter zur AHA gefahren, um als Talk-Gäste bei der TGIF auf der Bühne zu sein, quasi ein öffentlicher Auftritt vor der offiziellen Berlinale Veranstaltung. Die Mischung aus Erschöpfung von dem Flug und Nervosität, wie steif und förmlich (schließlich ist ja Berlinale) es denn an dem Abend werden könnte, verwandelte sich in coole Lässigkeit bis hysterisch-tuckige Begeisterung beim Betreten der AHA. Das Team der TGIF freut sich heute noch, dass wir mit unserem queeren Ort dem Team von Dyke Hard ein Gefühl von Community geben konnten. Und wir freuen uns, dass die einen extrem geilen, völlig durchgeknallten und rundherum queeren Film gemacht haben, den wir zum 5. Jubiläum der Deutschland-Premiere wieder auf die Leinwand bringen!

Vorfilm

Die Figur in mir
D 2015, R: Andreas Bischmann, mit Markus Tiarks, Film Universität Konrad Wolf
Doku-Kurzfilm über den Künstler und langjährigen Mitarbeiter von Rosa v. Praunheim, Markus Tiarks

Talk & Show

mit Markus Tiarks (Künstler ohne Kleid), Anastasia Biefang (Trans* in Uniform) & Vanessa Karma (Trans* in Drag)

Hauptfilm

Dyke Hard
Schweden 2014, R: Bitte Andersson , D: Alexi Carpentieri, Ylva Maria Thompson, Peggy Sands, Josephine Krieg u. a., OmU, 94 Min., Edition Salzgeber
Sexsüchtige Rockerinnen, splitternackte Schlossgeister, zügellose Dykes-on-Bikes, um sich schießende Cyborgs, eine rauschhafte Knast-Orgie mit neongreller Lack-und-Leder-Disco-Show und Dildosex auf der Hollywoodschaukel – das ultra-trashige Regiedebüt der Schwedin Bitte Andersson bietet alles, was das queere Herz begehrt. Das splattrig-campe Sexploitation-Horror-Road-Musical über Eifersucht, Verrat und echte Frauen-Freundschaft erinnert an die frühen Filme von Kult-Regisseur John Waters (Pink Flamingos, Female Trouble), ist in seiner großartigen Geschmacklosigkeit aber ansonsten ohne Vergleich.

Einlass: 19 Uhr • Beginn: 20 Uhr • Eintritt frei

2019-11-24 21:06  2020-01-05 23:18