Die AHA ist geschlossen!

Wegen der Corona-Pandemie bleibt die AHA bis zum Ende der Einschränkungen für Veranstaltungen und Gastronomie geschlossen! Ein Teil unserer Treffen und Kulturveranstaltungen finden statt dessen online statt.

Samstag, 23. Mai 2020 18:00–19:30

Re-Walking the IDAHOBIT

Livestream mit Gaby Tupper & Shady Darling

Wegen technischen Probleme verschobener Termin!

  • 1867: Auf dem deutschen Juristentag fordert der Jurist und Publizist Karl-Heinrich Ulrichs die Abschaffung Anti-Homosexueller-Gesetze
  • 1972: Der §175 StGB stellt bis zum 11.Juni 1994 sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe. Lesbische Frauen wurden vom §175 nicht erfasst, aber sie wurden (nicht nur im 3. reich) gesellschaftlich geächtet und verfolgt.
  • 17.5.1990: die Weltgesundheitsorganisation (WHO) streicht Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten. Transsexualität wurde erst 2018 als »Krankheit« gestrichen.
  • 17.5.2005: Das Datum wird zum »Internationale Tag gegen Homophobie«, sehr schnell zum »Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Trans-feindlichkeit« (engl.: International Day Against Homo-, Bi-, Inter- and Transphobia) – kurz IDAHOBIT!

Warum? Es gibt doch schon den CSD! Und überhaupt: Schwule können doch heiraten und selbst Angela Merkel freut sich über das lesbische Paar, dass Kinder hat. Und ist nicht sogar eine Trans*frau Kommandeurin in der Bundeswehr? Es ist doch alles regenbogenbunt!

Dass das nicht so ist melden regelmäßig Nachrichten von Übergriffen auf Schwule, Lesben oder Trans* in Berlin, davon sprechen unsägliche Aussagen auch deutscher Ärzte über Trans*- und Inter*-Personen und das zeigen Bilder aus Russland, Polen, der Türkei und unzähligen anderen Ländern, in denen auf gleichgeschlechtliche Handlungen nicht selten die Todestrafe steht.

Seit März spielt sich das queere Leben vor allem zu Hause ab oder im Internet und auch der IDAHOBIT 2020 wird ein virtueller sein. Dem Berliner LGBTIQ-Szene-Urgestein Gaby Tupper, Community-Queen und seit 2018 amtierende MISS*ter CSD Berlin, war ein virtueller Aktionstag nicht genug. Und so hat sie sich Nachwuchs-Queen Shady Darling, Bear-Queen und Show-Gastgeberin, eingeladen, um gaymeinsam queere Mahn- und Gedenkmäler in Berlin zu besuchen – wie üblich mit dezentem Tages-Make-up und nur zufällig begleitet von einer Kamera. Und natürlich haben die beiden AktivistInnen* und PerformerInnen* einiges über den Rosa Winkel, die Regenbogen-Stele oder das Denkmal für die 1. homosexuelle Emanzipationsbewegung zu erzählen.
Die Filme ihres Spaziergangs zum IDAHOBIT präsentieren Gaby und Shady in ihrem Live-Stream »Walking the IDAHOBIT« und erzählen von eigenen Erfahrungen mit Homo- und Drag-Feindlichkeit und auch Zivil-Courage oder suchen ihren Favorit-Straight-Allie.
Auch bei diesem Stream kann gespendet werden, um die Künstlerinnen* zu unterstützen, einen Teil der Spenden werden Gaby Tupper und Shady Darling an ein Community-Projekt für Queer Refugees weiter geben.

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Plattform für queere Subkultur e.V.

Diese Veranstaltung wird unterstützt von der Plattform für queere Subkultur e.V.

Mit einer Spende an unseren gemeinnützigen Schwesterverein kannst Du queere Kultur und Kleinkunst steuerlich absetzbar fördern.

2020-05-13 19:31  2020-05-22 11:41